Baukastenwebseite oder nicht? – Wie viel Wissen eine eigene Webseite benötigt

Anfang 2019 wurde ermittelt, dass mittlerweile knapp 2 Milliarden Webseiten im Netz existieren und der Trend zeigt weiter steil und ungebremst nach oben. Dabei ging die erste Webseite erst im August 1991 online – vor 28 Jahren – also noch innerhalb der Lebensspanne der meisten Menschen unter uns. Kein Unternehmen, keine Gruppierung, keine Institution, keine Organisation und kein Händler schafft es heutzutage noch ohne einer eigenen Webpräsenz zu überleben, denn das Internet gehört zu einem festen Bestandteil des Lebens, wird es doch regelmäßig von 90% allen Europäern genutzt.
Aber Webseiten müssen nicht immer gleich als riesige Plattform für Großunternehmer betrieben werden, ganz im Gegenteil. Auch Kleinunternehmer, Selbstständige, Künstler sowie Privatpersonen haben eigene Webseiten und das aus unterschiedlicher Motivation heraus. Dabei werden heutzutage für alle Arten von Nutzern umfangreiche und einfach zu verstehende Pakete angeboten, um eine eigene Webseite zusammenstellen und online stellen zu können, ohne dass diese über das technische Wissen für Webdesign, Programmierung, Server- und Domain Hosting verfügen müssen. Anbieter wie Wix, Squarespace und Co. bieten so genannte Baukastenwebsites an, die alles enthalten, was man für eine Webseite benötigt.

Die eigene Webseite vom Laufband – Alles inklusive

Grundsätzlich ist solch ein Angebot auf jeden Fall für viele Arten von Anwendern attraktiv, vor allem aber für Einsteiger. Für eine monatliche Gebühr bieten die meisten Anbieter von Baukastenwebsites sowohl Domain, als auch Webspace und eine Reihe an vorgefertigter und professionell gestalteter Webseiten-Templates an, die in ihrer Grundstruktur zwar vordefiniert sind, jedoch optisch nach den eigenen Vorstellungen im Rahmen der Vorgaben angepasst werden können.
Als Nutzer kann man sich für ein beliebiges Design entscheiden und das Template nach den eigenen Wünschen gestalten. Die größten Vorteile für die Anwender sind dabei:

  • Einfache Bedienung, Gestaltung und Anpassung der Webseite
  • Wenig Administration erforderlich
  • Kein Fachwissen erforderlich
  • Support und Unterstützung vom Anbieter

Bei den vorgefertigten Templates für die Webseiten handelt es sich um professionelle Designs und Layouts, die so ziemlich alles enthalten, was man für eine moderne und optisch ansprechende Webseite heutzutage benötigt. Je nach Abo hat man auch Zugriff auf spezielle Templates für komplexere Portale, wie beispielsweise Webshops.

Alles aus einer Hand hat auch Nachteile

Doch auf der anderen Seite bringt dieser Komfort auch eine Reihe von Nachteilen mit sich. Die angebotenen Webseiten-Templates sind grundsätzlich, bis auf die vorgegebenen Optionen, nicht veränderbar oder erweiterbar. Als Anwender hat man wenig Freiheit über das Layout selbst. Zudem ist man lediglich auf die angebotenen Features beschränkt, wenn man seine Webseite erweitern will. Individuelle Funktionalitäten, die nicht im Rahmen der Templates angeboten werden, sind nicht möglich oder umsetzbar.

In weiterer Folge hat man keine Kontrolle über den Webserver selbst, über die gespeicherten Daten und sonstige Themen rund um den Datenschutz. Preislich gesehen fallen für die Pakete zudem auch höhere Kosten an, die sich vor allem mit der Zeit und durch monatliche Zahlungen bemerkbar machen.
Vor allem für jene, die mehr Flexibilität, mehr Funktionalität und mehr Kontrolle benötigen, stellen Baukastenwebseiten möglicherweise nicht die optimale Lösung dar.

Entscheidungsgrundlage – Bequemlichkeit oder Funktionalität

Anwender müssen sich entscheiden, ob sie eher Bequemlichkeit oder Funktionalität und volle Kontrolle über die eigene Webseite und die darauf gespeicherten Daten benötigen. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen, oder auch fortgeschrittene Nutzer, die mehr als nur eine einfache Webseite als Firmenauftritt im Internet benötigen, bieten Anbieter von Baukastenwebsites nicht das optimale Paket an. Vielmehr stellt man sich hier dann eher die Frage, ob man gleich einen vollwertigen dezidierten Webserver, Cloud-Services oder gar doch einen VPS benötigt. Hostadvice hat eine gute Übersicht aktueller VPS Hosting Dienste zusammengestellt, um die Entscheidung für fortgeschrittene und eher professionell orientierte Nutzer einfacher zu gestalten.

Fazit

Falls Sie nicht wissen zu welcher Gruppe Sie gehören und nicht ganz sicher sind, ob Sie nicht vielleicht doch einen VPS oder dezidierten Server benötigen (und warum Sie diesen benötigen), dann reicht Ihnen mit Sicherheit ein Anbieter wie Squarespace oder Wix aus, trotz einiger Nachteile, die sie mit sich bringen. Sie bieten einfach zu bedienende, optisch ansprechende und leicht zu administrierende Webseiten für Laien an, „fast“ alles inklusive.

Post Comment