Der Breitbandausbau in Deutschland hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass man in immer mehr Bereichen schnelles Internet bekommt. Mittlerweile sind bereits die ersten Gigabit-Anschlüsse mit Speed bis 1Gbit/s (entspricht 1000 Mbit/s) verfügbar und laut dem Bericht der Bundesnetzagentur können bereits ein Drittel der Bundesbürger darauf zurückgreifen.

Allerdings gibt es nach wie vor Regionen, in denen der Ausbau hinterherhinkt und wenn kein Kabel der Telekom oder von einem anderen Anbieter liegt, ist es eher schwierig, schnelles Internet zu bekommen. In dem Fall gibt es aber einige Alternativen, die man nutzen kann, um auch ohne Kabel und Festnetzanschluss ins Internet gehen zu können.

Smartphones

Schnell und einfach: Handy als Hotspot nutzen

Die schnellste Variante, um Internet in Form eines Hotspots zur Verfügung zu stellen, sind moderne Smartphones. Diese bieten die Möglichkeit, den Internet-Zugang zu teilen (Tethering) und damit bauen die Geräte einen eigenen Hotspot auf, in den man sich mit anderen Endgeräten einloggen kann. Das geht sehr einfach und ist innerhalb von wenigen Minuten eingerichtet. Für die Nutzung ist ein gutes Mobilfunk-Netz (am besten mit hohem LTE Speed) notwendig und es gibt einige weitere Punkte, die man beachten sollte:

  • Zum Surfen wird das Datenvolumen der Handyflatrate genutzt und damit wird diese unter Umständen ziemlich belastet. Man sollte also sicherstellen, dass noch genug Datenvolumen verfügbar ist.
  • Die Hotspot Nutzung verbraucht sehr viel Akku und daher ist es besser, ein Ladekabel dabei zu haben und im besten Fall die Geräte direkt mit angeschlossenem Ladekabel zu nutzen.
  • Meisten lassen sich nur wenige Endgeräte in den Hotspot einloggen.

Insgesamt ist diese Lösung daher nur als kurzfristige sinnvoll und wer das Internet längerfristige ohne Kabelanschluss nutzen will, sollte auf andere Lösungen setzen.

Richtig viel Datenvolumen: Homespot und Homespot Tarife

Homespot (teilweise auch WLAN-Cube oder GigaCube genannt) sind mobile WLAN Router, die eine Simkarte nutzen und die Internet-Verbindung über das Mobilfunk-Netz herstellen. Sie bauen dann ein starken WLAN auf und man kann mit vielen Endgeräten diesen Hotspot nutzen.

Bei Homespots.de definiert man die neuen Geräte so:

WLAN Homespots sind mobile Internet-Zugänge, die eine Alternative zum normalen DSL sein sollen und ein WLAN Netzwerk für mobile Endgeräte über das Mobilfunk-Netz des jeweiligen Anbieters zur Verfügung stellen. Man braucht also keinen Kabel- oder Festnetz-Anschluss, sondern kann über das Handy-Netz surfen. Im Vergleich zu normalen Handytarifen ist dabei in der Regel mehr Datenvolumen enthalten und oŌ auch schnellere Verbindungen vorhanden
– Homespots sind nicht an die Einschränkungen in den Kabelnetzen gebunden und surfen daher so schnell wie es das jeweilige Mobilfunk-Netz erlaubt.

Im Vergleich zu den Handy-Hotspots haben sie eigenen Tarife und diese sind meistens mit deutlich mehr Datenvolumen ausgestaƩet. Es gibt Angebote mit 100 Gigabyte oder 200 Gigabyte im Monat – so viel findet an bei Handytarifen und Allnet Flat selten. Es gibt miƩlerweile auch die ersten Homespot, die 5G nutzen und unbegrenztes Datenvolumen haben. Dann kann man mit den Geräten so viel Datenvolumen verbrauchen, wie man möchte, ohne dass der Cube gedrosselt wird.

Homespots haben dazu eine eigene Stromversorgung, werden also an das normale Stromnetz angeschlossen und können daher auch längerfristig betrieben werden. Man braucht darüber hinaus lediglich ein gute ausgebautes Mobilfunk-Netz – je schneller dieses ist, desto schnell surft man auch über den Homespot.

Die Preise für diese Alternativen starten bei 20 Euro monatlich und enden bei etwa 95 Euro pro Monat. Je nach Datenvolumen und Speed zahlt man in dem Fall mehr, aber es gibt an sich genug Angebote auf dem Markt, um für jeden Bedarf und Verbrauch eine passende Variante zu finden.

Medien

Aufwendig: Satellit als DSL-Ersatz

Bereits seit vielen Jahren gibt es die Möglichkeit, per Satellit ins Netz zu gehen. Die Daten werden dann nicht über Kabel oder das Handy-Netz gesendet, sondern an einen Satelliten und von dort an den Provider und dieser sendet die angeforderten Daten zurück. Es gibt dafür nach wie vor einige Anbieter auf dem Markt und die Preise starten bei etwa 20 Euro monatlich – Internet in diese Form ist also auch erschwinglich geworden.

Allerdings ist es technisch doch anspruchsvoller als ein normaler DSL-Anschluss, wie hier ausführlich beschrieben ist. Bei älteren Tarifen wird dazu noch ein normaler Internet-Anschluss benötigt. Das heißt konkret man braucht weiter einen Internet Anschluss, aber der meiste Datenaustausch erfolgt per Satellit.

Insgesamt ist Internet per Satellit einfacher geworden, an die einfache Einrichtung von Homespots kommt diese Anschluss-Technik aber nicht heran. Internet per Satellit ist daher nur sinnvoll, wenn es an einer Location weder ein Kabel noch Mobilfunk-Netz gibt. Das sind aber erfreulicherweise nur noch wenige Bereiche in Deutschland.

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