Datum: 01. August 2009 Tipps - Kategorie Themen von Susann

So schön einfach Emails sind, so lästig sind SPAM-Emails. Sie verstopfen nicht nur das Postfach, sondern, und das ist eigentlich noch schlimmer, sie kosten eine Menge Zeit. Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen. Mit den geeigneten Methoden gelingt es Ihnen Ihr Postfach zumindest einigermaßen spamfrei zu bekommen.

1. Mehrere Email-Adressen
Richten Sie sich min. 3 Emailadressen ein, die Sie unterschiedlich verwenden. Die erste und wichtigste Emailadresse halten Sie geheim. Die 2. ist halböffentlich und die 3. ist für Spam.

2. Private Email-Adresse geheim halten
Verraten Sie Ihre 1. Email-Adresse nur den wirklich wichtigen Leuten in Ihrem Leben, also beispielsweise Ihrer Familie, Ihren Freunden und Arbeitskollegen.

3. Keine Gewinnspiele
Nehmen Sie mit Email 1 und 2 nicht an Gewinnspielen teil; dafür ist die Adresse 3. Diese Adressen werden bei vielen Gewinnspielen an die Sponsoren des Gewinnspiels weitergegeben oder verkauft. Dann bekommen Sie plötzlich ungefragt Emails.

4. Spam nicht beantworten
Trotzdem kann es passieren, dass Sie im Account 1 und 2 Spam erhalten, dann antworten Sie niemals auf Spammails. Klicken Sie auch nicht auf Buttons in Mails wie “Hier Newsletter abbestellen” oder “keine weiteren Mails mehr”. Mit diesem Klick verraten Sie den Spammern, dass diese Email-Adresse benutz wird. Ignoriern Sie solche Mails.

5. Spamschutz aktivieren
Aktivieren Sie den Spamschutz in Ihrem Email-Account. Die Algorithmen sind sehr ausgefeilt und so werden viele Spammails aussortiert. Diese Mails können Sie dann einmal wöchentlich überfliegen auf Nichtspam-Mails überprüfen.

6. Spam markieren / melden
Einige Emailprovider, wie GMX, Googlemail und Freenet beispielsweise, bieten die Möglichkeit eine Email als Spam zu markieren. Wird nun dieser bestimmte Absender von vielen Usern unabhängig als Spammer genannt landet er auf einer Blacklist.

7. Nicht im Web veröffentlichen
Geben Sie in öffentlichen Profilen nicht Ihre Email-Adresse an. Die Robots der Adressensucher und Spamversender durchsuchen permanent das Web nach Emailadressen.

8. Nicht lesen
Löschen Sie Spam ungelesen. Beim Öffnen der Mails wird möglicherweise schon Ihre Emailadresse bestätigt. Die Folge: Noch mehr Spam.

9. Nicht Klicken
Wenn Sie eine Mail öffnen, und merken, dass das Spam ist klicken Sie nicht auf irgendwelche Anzeigen – das bringt Ihnen nur noch mehr Spam. Ihre Mailadresse ist in dem Link beispielsweise kodiert hinterlegt. Möglicherweise bekommen Sie auf diese Weise eine Virus oder andere Malware.

10. Grafik veröffentlichen
Wenn Sie Ihre Emailadresse unbedingt angeben möchten oder müssen, so verwenden Sie eine Grafik; am Besten mit gemustertem Hintergrund. Verlinken Sie diese Grafik aber nicht mit einem Mailto-Befehl, sonst ist Ihre Adresse sofort wieder bekannt.

11. Unkenntlich machen
Verschleiern Sie Ihre Adresse im Web, dass sie für Robots nicht als Emailadresse erkennbar ist. Umschreiben sie das @ mit “ät” oder /et/ und den Punkt vor der Topleveldomain als “Punkt”. Oder geben Sie zusätzlichen Text an. “Senden Sie Ihre Email an xyz beim Emailprovider nnn, der die Topleveldomain de hat.

12. Keine Standardadressen
Ihre Emailadresse sollte nicht leicht zu erraten sein. Vermeiden Sie also Webmaster, Info, kontakt, news oder mail als Adresse, und verwenden Sie auch nicht nur Ihren Vor- oder Nachnamen. Findige Spammer verschicken tonnenweise Mails kontakt@ihredomain.de und michael@ihredomain.de. Verwenden Sie lieber eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen, auch wenn das vielleicht nicht so schön aussieht. Auch M.Huber@Domainame ist eine gute Wahl.

13. Filter setzen
Verwenden Sie Filter in Ihrem Mailprogramm und sortieren Sie unliebsame Mails automatisch aus. Markieren Sie diese auch gleich als gelesen. Bevor Sie diese dann löschen sollten sie einen Blick über die Aussortierten werfen.

14. Adressen wechseln
Wenn Ihre Emailaccount regelmäßig mit Spam verstopft ist, wechseln Sie einfach die Adresse. Benachrichtigen Sie alle Freunde und Bekannte. Lasen Sie die Adresse nicht weiterlaufen. Wenn Ihnen doch noch jemand auf diese Mailadresse schreibt, bekommt er eine Fehlermeldung.

15. Robinsonlisten
Tragen Sie sich in Robinsonlisten ein. Seriöse Anbieter gleichen öfters Ihre Adressen ab und versenden keine Emails mehr an Sie. Unseriöse werden Sie noch weiter anschreiben. Ihre Adresse wird jedoch nicht herausgegeben!

16. Whitelist
Das System ist recht einfach. Nur noch Freunde, die Sie dem Programm einmal bestätigt haben, können Ihnen direkt eine Email schicken. Alle anderen müssen erst freigeschaltet oder abgewiesen werden. Dieses selbstlernende System ist auf Dauer äußerst effektiv um Ihnen wichtige Post zuzustellen; der Pflegeaufwand ist jedoch groß. Spammer versenden nicht mehrmals von der gleichen Adresse.

17. Kontaktformular
Verwenden Sie auf Ihrer Website ein Kontaktformular mit einer Captcha-Abfrage. Wer Ihnen eine Mail senden möchte muss dann beispielsweise eine kleine Rechenaufgabe wie 17+4 = ? lösen.

18. BCC verwenden
Wenn Sie an mehrere Emailadressen gleichzeitig Mails versenden, so schreiben Sie diese in das BCC-Feld. BCC steht für Blind Copy Carbon. Das ist eigentlich ein Begriff aus der Technik der Schreibmaschine – die Kopie mittels Durchschlag. Die anderen Empfänger bekommen so nicht mit wer alles die Email bekommen hat, und können die Adresse nicht weitergeben.

19. Server kontrollieren
Verschicken Sie selbst keinen Spam. Als Betreiber eines Servers sind Sie verpflichtet alles zu unternehmen, dass dieser nicht missbraucht wird und Spam verschickt. Kontrollieren Sie den Traffic Ihres Servers und die Software auf fällige Updates.

20. Beschwerde beim Provider
Grundsätzlich können sie sich über jede ungewollte Mail beschweren. Wenn mehrere solcher Beschwerden über einen Spamversender eingehen muss der Provider reagieren. Der Aufwand steht allerdings in keinem Verhältnis.

Das sind jetzt die einfachsten Mittel gegen Spam, die man ohne großen technischen Aufwand benutzen kann.

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