Datum: 03. August 2010 Tipps - Kategorie Windows 7 von Susann

Eine Festplatte formatieren heißt sie für den Gebrauch im Computer vorzubereiten. Sie müssen neue Festplatten vor der ersten Inbetriebnahme formatieren, und können auch in Gebrauch befindliche Festplatten formatieren. Sind auf der Festplatte bereits Daten vorhanden werden diese gelöscht beziehungsweise sind sie nicht mehr lesbar. Die Daten können aber rekonstruiert werden. Formatieren ist nicht mit einem vollständigen Löschen gleichzusetzen.

Festplatte formatieren unter XP oder Windows 7
Das Formatieren selbst ist problemlos. Klicken Sie im Arbeitsplatz oder im Explorer mit der rechten Maustaste auf das entsprechende Laufwerk und dann auf formatieren. Im nächsten Fenster bekommen Sie dann weitere Details zur Formatierung angezeigt. So können Sie zwischen FAT32 und NTFS wählen. NTFS ist das sicherere Format, da hier die Daten einem Benutzer zugeordnet werden. Das bedeutet auch, dass andere Benutzer keinen Zugriff auf diese Dateien haben. Über die Computerverwaltung bekommen Sie einen besseren Überblick über Ihre Festplatten und deren Größen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Arbeitsplatz und dann auf verwalten. Eine Alternative ist Systemsteuerung – Verwaltung – Computerverwaltung – Datenträgerverwaltung. Hier können Sie auch mit der rechten Maustaste mit einem Klick das Formatieren einleiten.

Cluster – Größe der Zuordnungseinheit
Unter NTFS können Sie die Größe der Zuordnungsdateien festlegen. Das ist die minimale Größe, die eine Datei hat. Die Größe lässt sich auf diskrete Werte zwischen 512 Bytes und 4 KBytes, bei Windows 7 mit 64 Bit auch 64 KBytes, einstellen. So werden für jede Datei mehrere Cluster reserviert. Natürlich hat eine Datei nicht genau die Größe eines Clusters. Somit bleibt immer Festplattenplatz ungenutzt, und das je größer die Cluster werden. Andererseits kann man sich vorstellen, dass es für das Dateisystem schwieriger bzw aufwändiger ist mit ganz vielen ganz kleinen Clustern zu arbeiten – das ist Rechenleistung und auch Zeit. Stellen Sie also nicht aus Spargründen den Wert auf 512 sondern nehmen Sie einen Wert von 4 KByte. Wenn Sie planen eine Festplatte für Videos und Musik einzurichten ist ein Wert von 32 KByte nicht verkehrt.

Festplatte formatieren – Schnellformatierung
Bei einer vollständigen Formatierung werden bei Windows XP oder Windows 7 die Datenträger auf Fehler untersucht. Bei der Schnellformatierung entfällt diese aufwändige Suche und die Formatierung ist nach wenigen Augenblicken fertig. Eine Schnellformatierung ist somit ein gewisses Sicherheitsrisiko. Vor allem bei älteren Festplatten sollten Sie auf die Überprüfung der Festplatte nicht verzichten. Sie können die Festplatte natürlich auch später noch überprüfen.

Systemfestplatte formatieren
Die Festplatte auf der sich Ihr System, das Betriebssystem zB Windows 7, befindet können Sie unter Windows nicht direkt formatieren, da die Daten ja gerade zum Ausführen benötigt werden und schreibgeschützt sind. Hier müssen Sie von der Windows-CD, oder einer beliebigen Linux-CD, booten und dann die Festplatte neu einrichten.

Formatieren und Partitionieren
Das Partitionieren einer Festplatte ist das Aufteilen in verschiedene logische Laufwerke. Auf diese Weise kann man eine große Festplatte in mehrere kleine Partitionen aufteilen, die sich dann wie einzelne Festplatten verhalten. Das bringt Vorteile, da man so Daten besser trennen kann, aber auch Nachteile. So lassen sich Daten nicht mehr so leicht auffinden. Große Dateien lassen sich mitunter nicht mehr auf die eine Partition speichern, da der Festplattenplatz nicht mehr ausreicht. Die Datensicherheit bezüglich eines Festplattencrashs wird durch das Partitionieren nicht verbessert. Im Prinzip kann man Festplatten beliebig partitionieren, doch ein paar Grundregeln sollten Sie beachten um Ihre Festplatte optimal zu partitionieren.

Festplatte sicher und vollständig löschen
Wenn Sie auf einer Festplatte Daten löschen, oder die Festplatte formatieren, sind die Daten zwar nicht sichtbar, aber dennoch vorhanden. Sie können mit entsprechender Software wiederhergestellt werden. Die Daten können also noch abgerufen werden. Bedenken Sie das wenn Sie eine Festplatte verkaufen wollen! Sonst hat der Käufer im schlimmsten Fall Ihre Passwörter und Zugangsdaten. Sicher gelöscht sind die Daten nur, wenn sie wieder mit neuen Daten überschrieben wurden. Hierfür gibt es ein gutes Tool namens Erazer (weitere Infos hierzu). Alternativ können Sie mit einer TV-Karte Videos auf die Festplatte schreiben bis diese wieder voll ist.

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swa: Natürlich ist es sinnvoll den Speicher aufzurüsten. Dass es Geräte gibt bei denen das nicht geht ...
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