Vorsicht: Google Erweiterung mit Spamfunktion

Ich besuchte gerade auf einem fremden Rechner eine Seite eines Freundes, die ich betreue. Plötzlich fiel mir im Footer ein Werbebanner auf. Nun stellte sich die Frage: Woher kommt diese Werbung? Man muss dazu sagen, dass die Seite nur einen Adsense-Banner im Artikel und einen weiteren direkt darunter hat. War das nun ein Fehler beim Einbau – ein Fehler von Adsense? Ein Blick in den Quellcode brachte zunächst keine Infos auf den Ursprung des Banners. Am anderen Rechner, an dem ich eingeloggt war, war die Werbung nicht zu sehen. Die Vermutung, dass die Werbung Admins nicht gezeigt wird war allerdings falsch. Erst auf den zweiten Blick in den Quellcode war der Ursprung dieser Werbung zu erkennen.

Erweiterung verändert Quellcode
Eine Erweiterung für Google Chrome verändert, ahnlich wie Userscripts, den Quellcode einer Seite. So hat es dem Body-Tag eine weitere Klasse hinzugefügt. Über „Element überprüfen“ war dann der weitere Code zu sehen. „This AD is suporting your Extension PageRank“. Weiterhin waren unterhalb der Werbung einige Links zur entsprechenden Google Erweiterung zu sehen. Aber wer schaut sich schon Werbung so genau an? (Erweiterung Pagerank). Auf dieser Seite waren dann auch Infos über die Werbeeinblendung zu sehen. Diese Erweiterung hat auch eine Opt-Out-Funktion. Das heißt man kann die wohlgemeinten Werbebotschaften auch abschalten.

Fazit
Es gibt Google Erweiterungen, die einem ungefragt Werbung zeigen. Man kann diese Werbung auch ausschalten. Trotzdem ist es ein schlechter Stil in einem Addon noch Adware unterzubringen. da bleibt die Frage, ob es auch Chrome-Erweiterungen mit Spyware und Keyloggern gibt. Wie immer gilt beim installieren von Software vorsichtig zu sein. Man erwartet jedoch bei Seiten wie Google, dass die Erweiterungen getestet sind. Oder sollte man das vielleicht doch? Immerhin wird tatsächlich auf der Seite des Addons auf die Werbung hingewiesen – aber wer liest sich da schon alles durch.Weiterhin gilt natürlich dass man auf fremden Rechnern mit der Eingabe von Passörtern in Websites sehr zurückhaltend sein sollte;-)

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