Jeder kann heute ein Netzwerk einrichten. Kleinere Netzwerke für zuhause gibt es bereits vielerorts, über die Daten ausgetauscht, Drucker gemeinsam genutzt werden oder einfach der Internetzugang für mehrere Rechner möglich ist. Häufig erfolgt der Zugang zum lokalen Netzwerk drahtlos über das WLAN. Allerdings gibt es noch die konventionelle Methode, ein Netzwerk mithilfe von LAN-Kabeln aufzubauen. Hierbei gibt es jedoch einige Dinge zu beachten. Eine sorgfältige Planung ist notwendig, besonders dann, wenn größere Netzwerke aufgebaut werden sollen. Außerdem ist zu unterscheiden, ob es sich um eine komplette Neueinrichtung handelt oder ob ein Teil einer bereits bestehenden Infrastruktur weiterhin genutzt werden soll.

Zur Planung der Gebäudeverkabelung und der verschiedenen Netzwerkbereiche

Die Gebäudeverkabelung ist eine sehr wichtige Angelegenheit, soll ein Netzwerk mit Routern und LAN-Kabeln aufgebaut werden. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Bereichen. Zum einen wäre da der Primärbereich, bei dem es um die Verbindung von verschiedenen Gebäuden geht. Häufig werden hier Glasfaserkabel oder Telefonleitungen eingesetzt. Der Sekundärbereich ist die Verkabelung innerhalb eines Gebäudes, beispielsweise zwischen mehreren Etagen. Weiterhin zu nennen wäre der Tertiärbereich, bei dem es um die Verkabelung innerhalb eines Stockwerkes geht. Hierbei kommen bereits häufig herkömmliche LAN-Kabel (Twisted-Pair) zum Einsatz. Innerhalb des Tertiärbereiches wichtig ist der Arbeitsplatzbereich. In diesem Bereich geht es um die Verkabelung der einzelnen Rechner mit den Switches oder Routern.

Wichtige Aspekte für die Netzwerkplanung

Für die Planung ist sehr wichtig, wie schnell und vor allem wie sicher das Netzwerk nachher sein soll. Kompromisslos im Hinblick auf die Sicherheit und die Geschwindigkeit sind LAN-Kabel. Sollen diese eingesetzt werden, werden natürlich weitere Komponenten und Einrichtungen benötigt. So müssen beispielsweise Kabelkanäle gelegt werden, sofern diese noch nicht vorhanden sind. Außerdem müssen an jedem Arbeitsplatz Netzwerksteckdosen installiert werden. Und hierbei geht es schon um die Einrichtungen und Geräte, die für das Netzwerk benötigt werden. Soll beispielsweise ein separater Serverraum eingerichtet werden, so sollte dieser mit einem Netzwerkschrank ausgestattet werden, in dem die einzelnen Server untergebracht werden. Häufig ist es notwendig, dafür einen klimatisierten und vor allem abschließbaren Raum zu verwenden. Vor allem die Hardware sollte sorgfältig ausgewählt werden, um auch eventuelle Erweiterungen zu späteren Zeitpunkten problemlos durchführen zu können. Wichtig ist, dass das Netzwerk später erweiterbar ist, unabhängig von irgendwelchen Herstellern ausgebaut werden kann und wartungsarm ist. Die Übertragungskapazitäten sollten auch für die zukünftig geplanten Anwendungsbereiche ausreichend sein und hinreichend gegen Störfaktoren gesichert werden. Bevor es an den eigentlichen Aufbau des Netzwerkes geht, sollte bereits eine Dokumentation des gesamten Aufbaus angefertigt werden. Wichtig sind beispielsweise Verkabelungspläne und Beschreibungen über Konfigurationen, die sehr empfehlenswert sind. Diese können bei einer späteren Erweiterung oder auch bei einer notwendigen Fehlersuche viel Zeit sparen.

Für das Netzwerk benötigte Geräte

Geht es um die Bereitstellung größerer Systemressourcen wie beispielsweise Festplattenspeicher, ist die Anschaffung eines Servers mitsamt Serverschrank und eventuell sogar einem Serverraum überlegenswert. Dieser Server ist Tag und Nacht im Einsatz und kann sowohl für das lokale Netzwerk als auch gegebenenfalls über das Internet wichtige Daten bereitstellen. Allerdings ist eine solche Anschaffung nicht immer notwendig. Gegebenenfalls reicht auch ein einfacher Router aus, beispielsweise dann, wenn einer der Arbeitsplatzrechner als Server fungiert, über den andere Rechner im Netzwerk Daten beziehen können oder gemeinsame Ressourcen nutzbar sind. Soll nur ein einziges Büro mit einem Netzwerk versehen werden, so ist hierfür sicherlich kein Serverraum notwendig. Häufig geht es nur darum, einen Internetzugang oder einen Drucker gemeinsam zu nutzen. Sollen Rechner an einem anderen Ort im Gebäude auf das Netzwerk zugreifen können, so ist dies ebenfalls möglich, beispielsweise über PowerLAN bzw. Powerline. Mithilfe dieser Technik ist es möglich, bereits im Gebäude vorhandene elektrische Leitungen für das Niederspannungsnetz (230 Volt) zum Aufbau des lokalen Netzwerkes zu nutzen. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass keine zusätzliche Verkabelung notwendig ist. Diese Möglichkeit bietet eine echte Alternative zum Funknetzwerk bzw. WLAN, das häufig aus Angst vor Sicherheitslücken nicht zum Einsatz kommt.

Internetzugang und Netzwerk über WLAN

Sehr häufig genutzt wird ein Netzwerk für den Internetzugang über das drahtlose WLAN. Es handelt sich hierbei um eine recht einfach aufgebaute Infrastruktur, die meist aus dem Internetzugang per DSL besteht, einem Router für das lokale Netzwerk über LAN-Kabel oder WLAN, dem DSL Anschluss in Form einer Telefondose und gegebenenfalls noch einem Adapter für das PowerLAN. Der Vorteil eines solchen kleinen Netzwerkes besteht in der einfachen Konfiguration. Sie besteht zum einen aus der Einrichtung des Routers, welche über das Netzwerk oder WLAN und einen mit dem Router verbundenen Computer erfolgt. Die meisten Router besitzen eine einfache Benutzeroberfläche, die über den Browser aufgerufen werden kann und über den die Konfiguration des Internetzugangs und die Netzwerkkonfiguration erfolgt. Viele Router bieten heute auch die Möglichkeit an, direkt einen Drucker anzuschließen, der von allen Rechnern genutzt werden kann. Ebenso ist es bei vielen Modellen möglich, an den Router direkt eine Festplatte anzuschließen, die ebenfalls von allen Rechnern im lokalen Netzwerk als Datenspeicher genutzt werden kann.

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