Der Bilderupload mit WordPress in der Mediathek ist praktisch, komprimiert die Bilder aber nur sehr schlecht. WordPress läd Bilder auf den Server, und verkleinert sie auch in mehreren Stufen. So stehen nach dem Upload mit WordPress Bilder im Format 150 x 150 (Thumbnails), Bilder mittlerer Größe im Format 300 x 300 und große Bilder mit einer maximalen Seitenlänge von 1024 zur Verfügung. Doch auf seltsame Weise wachsen die Bilder beim Upload. Wer WordPress benutzt möchte doch durch WordPress die Bilder optimieren. Soll man nun die Bilder vor dem Upload stärker komprimieren? Das hat ja geradezu nach einem Test geschrien.
Testbedingungen WordPress Bilder Upload
Ausgangslage war das Bild von zwei Ponys. Diese Bild wollten wir im Blog verwenden und optimieren. Bei dem Bild haben wir etwas Rand entfernt, sodass es auf eine Größe von 2.877 x 1.872. Das Bild haben wir dann mit dem Grafikprogramm Fireworks in 2 Kompressionsstufen komprimiert – einmal mit 80 und einmal mit 50, wobei 100 das Maximum ist.
Upload Orginalbild Stufe 80 und Stufe 50
Dieses Bild hat mit einer Kompessionsstufe von 80 noch satte 491.250 Byte, mit Stufe 50 immerhin noch 246.191 Byte. Nach dem Upload lag es am Server in den Größen 2877 x 1872, 800×520, 225×146 und 125×81 vor. Interessant ist, dass die neuen Bilder fast exakt gleich groß sind. Das ist eigentlich verwunderlich, weil die Ausgangsbilder in unterschiedlichen Komprimierungen mit unterschiedlicher Bildgröße vorlagen. Es macht also keinen Sinn die Bilder vor dem Upload zu komprimieren. Das was dann an kleineren Bildern raus kommt, die man in die Website einfügt, bleibt gleich. Lediglich beim großen Orginalbild sparen Sie Speicherplatz. Aber wen sich ein User ein Bild in hoher Auflösung ansehen möchte, nimmer er eine entsprechende Ladezeit in Kauf.
|
Orginal Stufe 80 |
Orginal Stufe 50 |
| 2877 x 1872 |
491.250 Bytes |
246.191 Bytes |
| 800×520 |
83.355 Bytes |
83.034 Bytes |
| 225×146 |
12.655 Bytes |
12.579 Bytes |
| 125×81 |
5.403 Bytes |
5.382 Bytes |
Bild verkleinert und dann hoch geladen
Als Nächstes wurden die Bilder auf eine Größe von 900 x 586 Pixel verkleinert und dann hoch geladen. Die Größe der neuen Bilder nach dem Upload unterscheidet sich nur unwesentlich von denen des ersten Tests. Wieder kann WordPress die Bilder nicht optimieren.
|
Größe 900 Stufe 80 |
Größe 900 Stufe 50 |
| 2.877 x 1.872 |
81.227 Bytes |
43.522 Bytes |
| 800 x 520 |
76.994 Bytes |
78.029 Bytes |
| 225 x 146 |
12.627 Bytes |
12.538 Bytes |
| 125 x 81 |
5.386 Bytes |
5.377 Bytes |
Fazit
Es macht keinen Unterschied die Bilder vor dem Upload mit dem WordPress zu komprimieren und dann hoch zu laden, oder sie gleich im Orginal zu belassen. Auch die Stärke der Komprimierung wird komplett ignoriert. WordPress stellt intern die Komprimierung der Bilder wieder auf 90. Damit ist jegliche Komprimierung wieder rückgängig gemacht.
Ende des Test – Beginn der Optimierung
Ausweg – zwei Möglichkeiten:
Das heißt nicht, dass Sie mit WordPress gezwungen sind schlecht komprimierte Bilder zu haben. Die erste Möglichkeit ist mit Arbeit verbunden. Sie komprimieren und verkleinern Ihre Bilder wieder selbst. Sie müssen diese dann auch einzeln hoch laden. Der Vorteil ist, Sie haben 100% Kontrolle über die Qualität Ihrer Bilder in allen Größen.
Die zweite und wesentlich geschicktere Möglichkeit funktioniert mit einem Plugin.
Bilder stärker komprimieren
Wordpress stellt intern die Komprimierung der Bilder pauschal auf 90 von 100 Punkten. WordPress schrumpft die die Bilder auf diese Weise schon ein ganzes Stück. Doch man kann durchaus die Komprimierung noch etwas stärker einstellen. Wenn Sie mit Stufe 60 komprimieren weist das Bild in der Regel noch keine Artefakte (Verzerrungen) auf. Sie können aber nochmal ca. 50 Prozent Speicherplatz im Verhältnis zum 90er-Bild sparen. Auf diese Weise wird Ihre Website ohne Qualitätsverlust schneller, da Ihre Bilder nun weniger Speicherplatz benötigen und schneller geladen werden.
WordPress Plugin optimiert Bilder
Es gibt bereits ein WordPress Plugin mit dem Sie die Bilderkomprimierung exakt einstellen können. (Siehe unten) Die folgenden Bilder wurden mit dem Plugin erzeugt. Es wurde jeweils das gleiche Bild hoch geladen und dabei die Komprimierung variiert.
Komprimierungsstufe 90 – Bildgröße 27.005 Byte

Orginal-Größe
Komprimierungsstufe 80 – Bildgröße 18.489 Byte

Komprimierungsstufe 70 – Bildgröße 14.437 Byte

Komprimierungsstufe 60 – Bildgröße 12.018 Byte

Komprimierungsstufe 50 – Bildgröße 10.437 Byte

Komprimierungsstufe 40 – Bildgröße 9.046 Byte

Komprimierungsstufe 30 – Bildgröße 7.537 Byte

| Komprimierung |
Bildgröße |
Einsparung |
| Stufe 90 |
27.005 Byte |
0 Prozent |
| Stufe 80 |
18.489 Byte |
32 Prozent |
Stufe 70 |
14.437 Byte |
47 Prozent |
Stufe 60 |
12.018 Byte |
55 Prozent |
| Stufe 50 |
10.437 Byte |
61 Prozent |
| Stufe 40 |
9.046 Byte |
67 Prozent |
Fazit Komprimierung:
Man sieht deutlich wie mit den unterschiedlichen Komprimierungsstufen auch der Speicherplatz der Bilder schrumpft. Große Unterschiede sind bei den Ponys nicht auszumachen. Erst bei einer hohen Komprimierung sieht man leichte Fehler. Welche Stufe der Komprimierung man verwendet ist Geschmackssache. Bei 70 hat man zum Ausgangsbild schon 47 Prozent gespart. Bei den Stufen darunter nimmt die Ersparnis dann nicht mehr so stark zu. Auch wenn jetzt bei einem Bild eine starke Komprimierung nicht auffällt, sollte man bedenken, dass es Bilder gibt bei denen die Artefakte stärker auftreten. Gerade bei einfarbigen Flächen treten am Rand zu anderen Flächen Artefakte auf. Mit einem Wert zwischen 60 bis 70 hat man schon eine hohe Ersparnis und noch eine gute Bildqualität.
WordPress Plugin
Wir haben ein kleines Plugin für WordPress entwickelt, mit dem Sie die Komprimierung des Bilderuploads ganz einfach einstellen. Einfach Plugin installieren und unter Einstellungen / Mediathek den gewünschten Grad der Komprimierung einstellen – fertig. Wir empfehlen Stufe *** mit einer Kompessionsstufe von 60.
WordPress Plugin: Image Size Optimizer
Kategorie: WordPress Bilderupload optimieren
Downloadgröße: 1.1 KByte
Version: 1.1.7
Downloadlink: Download des Plugins
Achtung – das Plugin ist erst für WordPressblogs ab der Version 2.9.0 geeignet. Bei darunter liegenden Versionen verursacht es einen Absturz. Es genügt aber dann einfach per FTP das Plugin zu löschen. Also nur für WordPress 2.9 aufwärts – auch mit 3.0 und 3.0.1 getestet.
Schlagwörter: Bildbearbeitung, Bilder, Wordpress, Wordpress Plugin
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