NAS

Ein NAS ist ein Server in dem Sie via Netzwerk Ihre Daten beliebig abspeichern können. Dabei ist es unwichtig um welche Art Daten es sich dabei handelt. Es können also Videos, Fotos oder MP3s sein die Sie in Ihrem NAS abspeichern. NAS ist die Abkürzung für Network Attached Storage, also ein ans Netzwerk angeschlossener Datenspeicher. Die Größe des Datenspeichers können Sie selbst bestimmen, und hängt nur von den verwendeten Festplatten und dem Raid-Level, also der Sicherheit, ab.

NAS Hardware
Ein NAS ist ein aufs Datenspeichern spezialisierter Rechner, der zudem in einem kleinen Gehäuse untergebracht ist. Die Hauptbestandteile sind die Festplatten, die die Größe des NAS bestimmen. Zudem hat ein NAS eine CPU, Arbeitsspeicher um die Daten verwalten zu können. Die Hardware ist auf geringen Stromverbrauch ausgerichtet und nicht auf Leistung, denn ein NAS läuft in der Regel rund um die Uhr. So werden CPUs verwendet, denen eine passive Kühlung genügt.


NAS-Festplatten
Die Festplatten sollten eine niedrige Umdrehungszahl haben und einen niedrigen Energieverbrauch – Stichwort Energieeffizienz. Achten Sie darauf vor allem, wenn Sie selbst ein NAS bestücken und die Festplatten selbst auswählen können. Eine relativ niedrige Datentransferrate der Festplatten ist kein Problem. Bei einem NAS bestimmt sich der Datentransfer vielmehr über das verwendetet Netzwerk. Sie brauchen also keine Bedenken haben, wenn Sie zu relativ langsamen Festplatten greifen.

NAS – Netzwerk
Ein NAS wird dafür verwendet um große Datenmengen abzuspeichern. Sie sollten beim Netzwerkausbau darauf achten, dass die Netzwerkinfrastruktur bestmöglich ausgestattet ist. Die Netzwerkkarten der PCs und der Router sollten eine Übertragungsrate von 1 GBit/s haben. Auch die WLAN-Adapter Ihrer Notebooks oder PCs sollten den neuesten Standard haben. Wenn Ihr Notebook nicht 802.11n unterstützt, sondern nur 802.11b oder 802.11g können Sie über einen externen WLAN-Stick auf den schnelleren Standard aufrüsten. Gerade im WLAN-Bereich sind die Datenraten wesentlich geringer als über Netzwerkkabel.

NAS-Software
Je nach verwendetem NAS-Betriebssystem hat das NAS unterschiedliche Funktionen. Allen gemein ist, dass alle User im Netz auf das NAS zugreifen können. Die Daten im NAS sind aber nicht unbedingt allgemein zugänglich. So kann und sollte man Benutzern Rechte zuweisen. Auch ein Zugriff übers Internet auf das NAS ist möglich, was allerdings separat konfiguriert werden muss.

Backup
Richten Sie Ihren PC so ein, dass er automatisch alle Daten im festen Turnus auf das NAS speichert. Für das Backup sollten Sie Ihre „Eigenen Dateien“ einbeziehen, aber auch Profile von Emailclients (Thunderbird Backup) oder auch Ihren Webservern (WordPress Datenbank Backup). Viele NAS ermöglichen das direkte Herunterladen von Dateien aus dem Internet über Bit-Torrent.

NAS Stromverbrauch
Auch wenn ein NAS wenig Strom verbraucht so ist es doch die Zeit die ein NAS läuft, die hier den Verbrauch und damit die Kosten in die Höhe treibt. Ein NAS ist oftmals/normalerweise rund um die Uhr eingeschaltet. Eine sinnvolle Funktion ist das Einschalten nach einem Zeitplan, wenn Sie keinen externen Zugriff über das Internet zulassen. Es ist auch möglich das NAS automatisch mit den PCs hochzufahren. Die Funktion Wake on LAN, die das ermöglicht funktioniert auch über das Internet. So können Sie das NAS nur bei Bedarf aktivieren.

Fazit:
Mit einem NAS können Sie große Datenmengen im Netzwerk speichern. Sobald Sie mehr als einen Rechner haben ist das sinnvoller als eine externe Festplatte. Ein NAS braucht über das Jahr gesehen einiges an Energie. Achten Sie also auf stromsparende Geräte. Wenn Sie das NAS nur zu Backupzwecken verwenden sollte es die Funktion Wake on LAN unterstützen. (z.B.: ZyXEL NSA320)

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