Machine to Machine Kommunikation – Gegenwart und Zukunft

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Produktionsprozesse laufen heutzutage in fast allen größeren Firmen vollautomatisch ab. Auch mittelständische Unternehmen setzen auf hochmoderne Informations- und Kommunikationstechnik, um ihre Produktion zu optimieren. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Machine to Machine (M2M) Kommunikation. Sie sorgt für den automatisierten Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Endgeräten. Dazu zählen etwa Automaten, Container, Fahrzeuge oder Maschinen. Die Kommunikation findet dabei nicht nur zwischen Endgeräten selbst, sondern auch mit einer zentralen Leitstelle statt.

Die Anwendungsbereiche von M2M
Generell kann M2M in fast allen Wirtschaftszweigen zu Produktivitätssteigerungen führen und Arbeitsabläufe stark rationalisieren. Die Informationen werden in Echtzeit abgerufen und ermöglicht eine systemübergreifende Automatisierung. Beispielsweise signalisieren Verkaufsautomaten mittlerweile selbstständig, wenn sie aufgefüllt werden müssen. Betreiber der Automaten sparen sich so zeit- und kostenintensive Kontrollfahrten. Aber auch im Bereich der Gebäudetechnik und im Gesundheitswesen wird M2M in Zukunft immer wichtiger werden.
Darüber hinaus ergibt sich großes wirtschaftliches Potenzial im Bereich der Produktion und Automation. Schon heute ist es möglich, ganze Wertschöpfungsstufen vollautomatisch ablaufen zu lassen. Viele Produktionsabschnitte in großen Firmen können dank M2M-Kommunkation ohne menschliche Hilfe betrieben werden. Das Fertigungsmanagement erleichtert sich so enorm. Es werden lediglich noch Mitarbeiter benötigt, die in einer Leitstelle sitzen und den Produktionsprozess überwachen. Die Überwachung läuft dabei in einer Leitstelle ausschließlich über MES Software, die die Signale der einzelnen Maschinen analysiert und bewertet. In Zukunft sollen komplette Firmen fast gänzlich ohne Produktionsmitarbeiter auskommen und die Zahl der Qualitätsprüfer gesenkt werden. Dazu ist es unerlässlich, die Kommunikation unter den Maschinen weiter zu verbessern.

Grundbausteine einer M2M-Lösung
Generell verfügt jedes System über drei Grundkomponenten. Der sogenannte Datenendpunkt soll überwacht werden, es handelt sich hierbei zum Beispiel um einen Verkaufsautomaten. Der Datenendpunkt kann ein Signal senden, das über ein Kommunikationsnetz weitergeleitet wird. Das Netz kann dabei mobil oder kabelgebunden aufgebaut sein. Das weitergeleitete Signal kommt dann schließlich beim Datenintegrationspunkt an. Im obigen Beispiel wäre das ein Server, der die Füllstände von zahlreichen Verkaufsautomaten überwacht. Er gibt dem eigentlichen Anwender dann ein visuelles Signal, das diesen dazu veranlasst, den Automaten aufzufüllen.

M2M und Industrie 4.0
Bereits vor einigen Jahren wurde der M2M Kommunikation ein besonderer Forschungsförderungsbedarf zugesprochen. Die Initiative „Informationsgesellschaft Deutschland 2010“ und das Förderprogramm „IKT 2020“ stellten damals fest, dass M2M außerordentliche Chancen für die deutsche Wirtschaft bietet. An dieser Sichtweise hat sich bis heute nichts verändert. Mit Ausarbeitung der Agenda „Industrie 4.0“ wurde der Stellenwert von M2M erneut unterstrichen. Das Ziel ist eine Steigerung der Qualität durch die Erfassung der Fertigungsdaten in Echtzeit und eine höhere Produktivität durch ein effizienteres Zusammenspiel in der Produktion. Die Bandbreite der Nutzung solcher Techniken geht von kleinen mittelständischen Unternehmen bis hin zu Großunternehmen. Das ist gerade die Vision, dass die Zusammenarbeit im Vordergrund steht, und das unabhängig von der Firmengröße. Das Projekt soll die Zukunft der deutschen Wirtschaft langfristig sichern und die Informatisierung der Fertigungstechnik vorantreiben.

Fazit
M2M Kommunikation ist nicht nur zukunftsträchtig, sondern kommt auch heute schon in zahlreichen Bereich zum Einsatz. Vor allem Im Fertigungsmanagement besteht großes wirtschaftliches Potenzial. M2M funktioniert dabei immer mittels drei Grundbausteinen – Datenendpunkt, Kommunikationsnetz und Datenintegrationspunkt. Weiterentwickelt und vereinheitlicht werden soll die maschinelle Kommunikation unter anderem im Rahmen des Projektes Industrie 4.0.

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