Kostenlose Homepage – eigener Server zu Hause

Vor Jahren waren Internetverbindungen entweder langsam oder teuer. Dank DSL und sinkender Preise ist es möglich auch zu Hause einen eigenen Server zu betreiben. Zumindest im privaten Bereich kann man so seine kostenlose Homepage zu Hause selbst hosten. Man spart sich so nicht nur den Provieder, sondern hat normalerweise auch mehr Leistung. Natürlich bringt das Ganze auch Nachteile mit sich. Der Zu-Hause-Server ist nur so lange erreichbar wie er eben eingeschaltet ist. Will man einen Server der ständig erreichbar ist darf man den Rechner/Server auch nicht ausschalten.

Problem Zwangstrennung
Meine HomepageDie meisten DSL-Provider vergeben dynamische IP-Adressen. Das bedeutet dass sich Ihre IP-Adresse einmal am Tag ändert – meist in der Nacht. Somit ist Ihre kostenlose Homepage zu Hause nicht unter der gleichen IP-Adresse verfügbar. Dem kann man jedoch abhelfen. Es gibt Tools, die einem dabei helfen. Sie fragen im System die eigene IP-Adresse ab und übertragen sie an IP-Dienste wie DynDNS. Das Problem wäre also gelöst.

Problem Netzwerk-Performance
Moderne Rechenzentren sind optimal an das Internet angebunden. Wenn Sie zu Hause beispielsweise eine 6000er DSL-Leitung haben bedeutet das nicht, dass Ihre Besucher mit 6.000 KBit/s auf Ihren Zu-Hause-Server zugreifen können. für Ihre Besucher ist Ihre Upload-Geschwindigkeit relevant – also beispielsweise 1.000 KBit/s. Wenn eine Website dann 100 KByte groß ist dauert es ca. eine Sekunde bis diese übertragen ist und sich bei Ihrem Besucher aufgebaut hat. Das sollte also kein Nachteil sein. Wenn nun mehrere Besucher gleichzeitig auf Ihren Server zugreifen reduziert sich die Geschwindigkeit entsprechend. Aber, selbst wenn Sie am Tag 1.000 Besucher haben kommen die ja nicht gleichzeitig, und der Zugriff dauert ja nur jeweils eine Sekunde. Problematisch wird es nur, wenn Sie selbst Dateien uploaden – das geht dann zu Lasten Ihres Servers.

Hardware Performance
Ziemlich jede aktuelle Hardware kann von der Performance einen Webserver betreiben. Ein Problem kann nur dann auftauchen, wenn Sie mit Ihrer sonstigen Arbeit (Bildbearbeitung, Videoschnitt, Internet) den Rechner voll auslasten. Wenn Sie den Server separat betreiben reicht auch ein alter PC, den Sie dann am Besten mit Linux ausstatten.

Software
Die Software für einen Server ist kostenlos erhältlich. Empfehlenswert ist das Paket XAMPP (weiter zu XAMPP), das es für Windows, Linux und MAC gibt.

Nachteil Stromkosten
Der Rechner der 24 Stunden am Tag läuft braucht Strom. Wenn man von einem Rechner mit niedrigem Stromverbrauch ausgeht sind das immer noch circa 100 Watt. Damit kommen schon bis zu 10 Euro im Jahr an Stromkosten auf Sie zu. Selbst wenn er nur die Hälfte braucht sind es immer noch 5 Euro im Monat. Wenn Sie den Rechner nur für die Homepage laufen lassen sollten Sie an allen Ecken und Enden Strom sparen:
- nicht benutzte Controller im BIOS ausschalten
- CPU runtertakten
- unnötige Laufwerke ausbauen
- onboardgrafik verwenden
- statt Festplatte einen USB-Stick verwenden

Fazit:
Einen eigenen separaten Server zu Hause betreiben, und damit eine oder mehrere kostenlose Homepages zu haben, ist mit einer guten DSL-Leitung durchaus möglich. Aber nur aus dem Grund zu sparen ist das sicherlich nicht sinnvoll, denn ein Hosting-Angebot mit 3 Domains und Datenbanken bekommt man schon für ein paar Euro im Monat. Da sind die eigenen Stromkosten schon höher. Wenn der PC aber den ganzen Tag läuft fallen ja keine zusätzlichen Stromkosten an. Und als Testumgebung ist ein eigener Server natürlich etwas Tolles;-)

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Ein Kommentar

  1. kajo says:

    Hallo, dachte, jetzt geht das Einrichten richtig los.
    Habe nämlich ein Problem mit dem eigenen Server. Habe XAMPP und alles nötige um WordPress eingerichtet. Komme aber vom Internet nur bis zur ersten Seite. Drückt man dann die Anmeldung, steht in der Adresszeile vom Browser
    nicht mehr die Adresse von DYNDNS, sondern
    HTTP:// localhost…….sw. Damit bin ich natürlich raus.
    Ich habe in httpd.conf bei ServerName meine Aresse dazu geschrieben. Ich weiß leider nicht, ob noch weitere Einträge
    nötig sind.
    Danke, falls Hilfe möglich!

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