WordPress 3.0, Codename Thelonious, ist seit kurzem verfügbar. Nun geht es anden Praxistest. Wie lässt sich WordPress 3.0 installieren? Wie wirken sich die neuen Features aus? Welche Arbeit muss ich in meinen Blog stecken um die neuen Features auszunutzen? Und gibt es vielleicht doch Bugs, sodass ich vielleicht lieber auf die Version 3.0.x warte? Das sind die Fragen, die sich nach der ersten Freude über das neue Release stellen.
WordPress 3.0 Installation
Eine gewisse Skepsis ist bei einer neuen Software immer angesagt. Und nachdem es bei WordPress-Update in letzter Zeit immer wieder Probleme gab, kann man die Vorbehalte verstehen. Die Schritte bei der Installation sind die gleichen wie immer. Nachdem das automatische Update von der neuen Version noch nichts mitbekommen hat, ist es nötig die Installation per FTP vorzunehmen. Hierzu eignet sich die Blitz-Installation. Nachtrag: Mittlerweile erkennt WordPress die neue Version und ein automatisches Update ist möglich.
Test 1 – Update von 2.9.2
Der Testblog war gerade mal zwei Wochen online, und noch kein Artikel geschrieben. Lediglich ein neues Theme war aufgespielt worden. Im Prinzip konnte man alle Dateien bis auf die Datei config.php und den Ordner wp-content löschen, bzw in einen Backup-Ordner verschieben. Die Installation verlief reibungslos. Nach dem Upload, haben wir den WordPress Admin-Bereich aufgerufen. Es erschien eine Meldung, dass WordPress die Datenbank anpasst, wenn man auf ok klickt. Nachdem dies erledigt war erschien der Admin-Bereich wie gewohnt.
Neuerungen bei WordPress 3.0
Auf den ersten Blick sieht alles aus wie bisher – puh. Danke an die Entwickler, die nicht alles wieder neu umgestellt haben. Man kennt sich also sofort wieder aus. Unterhalb des Menüs Dashboard ist ein Eintrag Updates. Hier findet man, vorbildlich aufgeräumt, Infos zu neuen WordPress-Releases und neuen Plugin-Versionen. Im Bereich Design ist es nun in der Version 3.0 möglich eigene Menüs anzulegen, die man per Widget platziert. Unter Design gibt es einen Bereich Hintergrund, in dem man, wie man schon erahnen kann, schnell ein Hintergrundbild oder die Hintergrundfarbe einstellen kann. Über Header lassen sich Headerbilder schnell austauschen. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Theme auch dafür vorbereitet ist. Eine Sache, die relativ neu ist (seit 2.9.4) ist die Bildbearbeitung in der Mediathek. Hier ist es möglich Bilder zu drehen, skalieren und zu beschneiden.
Neues Standard-Theme 2010
Auch das neue Theme macht einen schicken, modernen Eindruck. Der Leidensdruck dieses Theme durch ein anderes zu ersetzen ist nicht ganz so groß wie beim Standard-Theme der Vorgänger-Versionen. Das Theme ist Widget-Fähig, es sind 6 Widget-Zonen definiert, 4 davon im Footer.
Erstes Fazit:
Das Update funktioniert einwandfrei. Das neue Theme macht einen guten Eindruck und ermöglicht ein paar nette Details. Diese neuen Features sind in alten Themes erstmal nicht vorhanden und müssen nachgerüstet werden. Das ist aber kein Grund nicht upzudaten.Pfiffig ist die kleine Bildbearbeitung in der Mediathek. So kann man auch unterwegs mal schnell ein gutes Bild einfügen.
Test 2 – Neuinstallation WordPress 3.0
Weil es sich gerade anbot konnte ich WordPress 3.0 auf einem frischen Server installieren. Bei der Installation fällt auf, dass man den Haupt-Benurternamen ebenso frei wählen kann wie das Passwort. Das sollten Sie auch tun, denn wenn ein Hacker den Benutzernamen schon kennt, und das ist wohl in 99% der Fälle admin, dann hat er nur die halbe Arbeit und muss “nur” noch das Passwort herausfinden. Also nehmen Sie doch statt admin Ihren Vornamen – zB Hans-adm. Weiterhin hat sich in der wp-config.php etwas geändert. So muss man jetzt schon 8 verschiedene Schlüssel eingeben. Da Sie sich diese Passwörter nicht merken müssen genügt es in jede Zeile beliebig lange wirre Zeichenkette einzugeben. Die Installation verlief völlig normal und unspektakulär.
Test 3 – automatisches Update eines bestehenden Blogs
Eine an sich gute Funktion ist das automatische Update auf eine neue Version. Man muss prinzipiell nur auf den Update-Link im Admin-Menü klicken. Könnte man meinen. Doch das ist nicht so. In diesem einen Fall hat das Update versagt! Der besagte Blog ist aktuell nicht erreichbar! Woran es liegt ist auf den ersten Blick unklar.
Test 3 – Blog reparieren
Eigentlich können es nur das Theme oder die Plugins sein. Die Datenbank besteht noch weiter. In diesem Fall hat es geholfen die Plugins, und das Theme kurzerhand zu löschen – nicht ohne vorher nochmals ein Backup zu machen. Der Blog ist nun wieder erreichbar:-) Nun nach einander das Theme und sie Plugins aktivieren, und die Fehlerquelle untersuchen. Hier hakte es tatsächlich an einem Plugin.
Merke: Die Updatefunktion ist prinzipiell genauso unsicher wie ein “Von-Hand-Update”. Es gilt immer, die Artikel bzw. besser die Datenbank und die Dateien vom Server zu sichern.
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Das waren nur die ersten Eindrücke von WordPress 3.0.
Es stecken hunderte Veränderungen in der neuen Version. => In Kürze mehr;-)
Schlagwörter: Wordpress
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